Gartenarbeit, Streichen und Planen

Mit diesen drei Worten kann man treffend die derzeitige Arbeit in der Einrichtung beschreiben. Da wir immer noch keine Kinder haben, bleibt Zeit, um einige Dinge grundlegend zu veraendern. In den zwei Wochen um den Jahreswechsel hatte das Team Urlaub, das heisst, dass nur zwei Angestellte und wir Freiwillige in der Einrichtung gearbeitet haben. Unsere Aufgabe war es, den neuen Innenhof des Kindergartens mit Rasen zu versehen. Da wir hier in Bolivien sind, war das alles nicht ganz so einfach. Normalerweise bereitet man den Boden mit guter Erde vor und saeht dann den Rasen darueber und wartet einfach nur ab. Da es in Tirani so viele Steine gibt und die Erde von so schlechter Qualitaet ist, bleibt nur eine Moeglichkeit: Den Rasen an einer anderen Stelle aus der Erde nehmen um ihn dann neu zu verplanzen. Dies hat sich als eine sehr anstrengende Arbeit herausgestellt, da der Innenhof ziemlich gross ist. Doch nach zwei Wochen konnte man zumindest einen kleinen Erfolg sehen, mittlerweile ist fast der ganze Innenhof bedeckt. Neben der Arbeit in den Gaerten steht die Dekoration der Raeume an. Friedrich, mein Mitfreiwilliger, ist gerade dabei, ein neues Wandbild in einem der Raeume zu gestalten, das dann noch ausgemalt werden muss. Mittlerweile sind alle Raeume in neuen Farben gestrichen. Da wird hoffentlich das Lernen leichter fallen! Die Erzieherinnen gestalten nebenher Buchstaben, Zahlen, Figuren und Tiere in den verschiedensten Ausfuehrungen, um damit die Waende zu verschoenern. Die wohl groesste Arbeit aber liegt in der Planung des neuen Jahres. Da im Kindergarten die Planung relativ gut klappt, arbeite ich momentan an der Planung fuer den Apoyo Escolar mit. Da erst in den naechsten Wochen die zwei neuen Mitarbeiter kommen, machen wir Freiwillige die Hauptarbeit. Gerade meine Mitfreiwillige aus Luxemburg, die Lehrein ist und eine jede Menge an Berufserfahrung hat, bringt mit super Ideen die Planung voran. Neben der groben Jahresplanung sowie der Planung fuer den Monat Februar haben wir die Formulare fuer die Einschreibungen vorbereitet ein ein neues Gesamtkonzept fuer den Apoyo erarbeitet. So wie im letzten Jahr kann es naemlich nicht weitergehen. Mal schauen, wie schnell sich die Dinge umsetzen lassen, es wird Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern, der Anfang ist aber schonmal gemacht. Jetzt muessen nur noch die neuen Mitarbeiter mit an unserem Strang ziehen. Auch erstellen wir gerade kleine Tests fuer die SchuelerInnen in den verschiedenen Faechern, um gleich festzustellen, wo verstaerkt Hilfe gebraucht wird. Der Apoyo soll in diesem Jahr nicht nur ein Ort sein, wo die Hausuafgaben gemacht werden, sondern auch ein Ort, wo eine individuelle Unterstuetzung zur Behebung der Grundschwierigkeiten gegeben ist. All dies ist eine eine andere Arbeit, die aber fast noch mehr Kraft und Konzentration kostet als die Arbeit mit den Kindern. Deswegen bin ich auch froh, dass ich am Freitag endlich mal wieder auf Reise gehen kann. Ich werde zweieinhalb Wochen in Chile sein, davon habe ich 5 Tage Zwischenseminar, den Rest der Zeit werde ich dazu nutzen, ein bisschen von Chile zu entdecken. Ich freue mich riessig. Ihr koennt gespannt auf den Bericht und die Bilder sein!

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