Wochenendtrip nach La Paz

Am Samstagmorgen war es endlich soweit. Zu sechst starteten wir unsere erste kleine Reise in Bolivien. Ziel war La Paz, Sitz der Regierung und wohl bekannteste Stadt Boliviens, die auf 3700 Meter im Altiplano liegt. Schon die achtstuendige Anfahrt mit dem Bus war ueberaus spannend, sah man doch zum ersten Mal die Landschaft von Bolivien ausserhalb von Cochabamba. Kilometerweite Einoede mit kleinen Doerfchen mitten im Nichts, es ist beeindruckend. Und dann kommt man nach La Paz, eine Stadt, die darauf ausgelegt ist, auf kleinstem Platz moeglichst viele Menschen unterzubringen. La Paz liegt ein einem Talkessel, das heisst, wenn man von oben in die Stadt hinunterfaehrt, hat man einen unglaublichen Blick ueber die ganze Stadt. Das Stadtzentrum bilden im Gegensatz zu Cocha einige Hochhaeuser, ja weiter man die Haenge nach oben geht, desto aermer die Bevoelkerung und desto spaerlicher die Behausungen. Den Samstag verbrachten wir damit, die Stadt zu besichtigen. Am Sonntag stand die Death Road auf dem Programm, die wohl gefaehrlichste Strasse der Welt. Auf 4700 Meter ueber dem Meeresspiegel, im Hochgebirge von La Paz bei gefuehlten 0 Grad starteten wir mit 2 Guides die Tour mit Mountainbikes und einer vollen Ausruestung, schliesslich muss auch fuer Sicherheit gesorgt sein, wenn man die Death Road, Todesstrasse, faehrt, wo bis vor 7 Jahren noch durschnittlich 2 Menschen pro Tag verunglueckt sind. Heute wird die Strasse nicht mehr von LKW´s und Bussen befahren, da es seit 2003 eine neue, sichere Strasse gibt. Nach 5 Stunden Fahrt kamen wir dann auf 1200 Metern in den Yungas, einem subtropischen Gebiet im Uebergang zum Amazonastiefland, bei gefuehlten 40 Grad an. In diesen 5 Stunden haben wir wohl alle Klimazonen, die es in Bolivien gibt, durchfahren und unglaubliche 3500 Hoehenmeter ueberwunden. Das war anstrengend. Bevor es auf die Rueckfahrt nach La Paz ging, bekamen wir noch ein Essen und konnten uns in einem Pool inmitten des "Dschungels" abkuehlen. Ein wirklich toller Tag. Am Montag besichtigten wir nochmal die Stadt, den Palast der Regierung und das Zentrum. Gerade die hinter der Stadt liegenden Andenkette mit dem Berg Illimani macht den Reiz der Stadt aus. Diese Landschaft konnten wir ein weiteres Mal geniessen, als wir am Montag Nachmittag wieder mit dem Bus nach Cochabamba heimfuhren und so den Sonnenuntergang im Altiplano von Bolivien sehen konnten. Bald koennt ihr auch an diesen scheonen Momenten teilhaben, wenn ich die naechsten Bilder hochlade. Ich freue mich schon jetzt auf die naechste Reise, Bolivien hat soviel Schoenes zu bieten.

Machts gut!

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